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    Blutklumpen während der Periode

    Der Abgang von dicken, geleeartigen Blutklumpen – medizinisch Koagel genannt – ist für viele Frauen sehr belastend. Wenn die Periode ohnehin stark ist, verstärken diese Klumpen oft die Schmerzen und die Angst vor dem Durchbluten.

    In Kürze

    • Blutklumpen (Koagel) entstehen, wenn das Blut schneller in die Gebärmutter fließt, als die gerinnungshemmenden Stoffe des Körpers wirken können.
    • Bei Adenomyose ist die vergrößerte Gebärmutter oft der Grund für diese extremen Blutungen.
    • Kleine Klumpen an starken Tagen sind normal, große (über 2-3 cm) sollten abgeklärt werden.
    • Der Abgang von Koageln kann krampfartige Schmerzen verursachen, da die Gebärmutter sie ausstoßen muss.

    Woran du Koagel im Alltag merkst

    Für viele Frauen ist der Abgang von Blutklumpen ein sehr spürbarer, manchmal auch beängstigender Moment. Oft passiert es beim Aufstehen nach längerem Sitzen oder Liegen, beim Toilettengang oder beim Wechseln von Hygieneprodukten.

    Die Klumpen können dunkelrot bis fast schwarz sein und an Gelee oder rohe Leber erinnern. Wenn sie abgehen, spüren viele Frauen vorher einen starken, wehenartigen Krampf, weil die Gebärmutter arbeiten muss, um das feste Gewebe durch den Muttermund nach draußen zu befördern.

    Wie hängen Blutklumpen und Adenomyose zusammen?

    Bei einer Adenomyose ist Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, in die Muskelwand der Gebärmutter eingewachsen. Das hat zwei entscheidende Folgen für die Blutung:

    • Mehr Schleimhaut: Es baut sich insgesamt mehr Gewebe auf, das während der Periode abbluten muss.
    • Schlechtere Kontraktion: Eine gesunde Gebärmutter zieht sich zusammen, um die blutenden Gefäße abzudrücken und die Blutung zu stoppen. Die durch Adenomyose veränderte, oft vergrößerte und entzündete Muskulatur kann das nicht mehr so effektiv.

    Die Folge: Das Blut sammelt sich in der Gebärmutterhöhle. Wenn die natürlichen gerinnungshemmenden Enzyme des Körpers mit dieser Menge überfordert sind, gerinnt das Blut noch in der Gebärmutter – es bilden sich Klumpen.

    Was sonst dahinterstecken kann

    Neben Adenomyose gibt es noch andere Gründe für sehr starke Blutungen mit Koageln:

    • Myome: Gutartige Muskelgeschwülste in der Gebärmutterwand, die ähnlich wie Adenomyose die Kontraktion behindern.
    • Polypen: Gutartige Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut.
    • Hormonelle Schwankungen: Besonders in der Perimenopause (den Jahren vor den Wechseljahren) oder bei PCOS.
    • Gerinnungsstörungen: Wenn das Blut generell zu schnell oder zu langsam gerinnt.

    Wann ärztlich abklären?

    Kleine Blutklumpen an den stärksten Tagen der Periode können normal sein. Du solltest deine Beschwerden ärztlich abklären lassen, wenn die Klumpen größer als eine 2-Euro-Münze (ca. 2-3 cm) sind, du häufiger als alle 1-2 Stunden deine Hygieneprodukte wechseln musst oder du dich durch den Blutverlust erschöpft, blass und schwindelig fühlst (Verdacht auf Eisenmangel).

    Wichtiger Hinweis (Notfall)

    Wenn du extrem stark blutest (du musst Binden/Tampons stündlich oder noch öfter wechseln) und Kreislaufprobleme wie Schwindel, Herzrasen oder Ohnmachtsgefühl bekommst, solltest du umgehend medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.

    Medizinischer Hinweis

    Diese Seite stellt keine Diagnose und ersetzt keine medizinische Untersuchung. Sie hilft dir, Beschwerden besser einzuordnen und ein Gespräch mit medizinischem Fachpersonal vorzubereiten.

    Fachliche Prüfung

    Dieser Text wurde nach aktuellen medizinischen Standards verfasst und redaktionell geprüft.

    Zuletzt aktualisiert: 2026-05-27

    Quellen

    • • S2k-Leitlinie Endometriose (AWMF)
    • • Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF)

    Medizinischer Hinweis

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